Aktuelles aus den Weingärten Juli 2010
Es gibt viel zu tun!
Die Weinreben genießen jetzt die Sonnenstrahlen und die warmen Temperaturen. Man vergisst schnell, dass wir vor zwei Wochen jede trockene Stunde nutzen mussten, um alle nötigen Arbeiten erledigen zu können. Im Gegensatz zu anderen Gebieten, hatten wir noch Glück, dass wir diese Wetterperiode „nur“ mit etwas Windschaden (Abbruch der Triebe durch den Wind)und Verrieselung (es werden ungewöhnlich viele Blüten abgestoßen; so entstehen Trauben mit wenigeren Beeren) überstanden haben. Die gute Seite: jetzt haben wir genug Feuchtigkeit im Boden für die gesamte Vegetationszeit, die Reben können jetzt auch eine längere Trockenperiode ohne Weiteres vertragen. Es wäre wünschenswert, dass der Boden bis zu Ernte langsam trocknet.
Für die nächsten zwei Wochen sind Laubarbeiten auf unserer Menükarte:
Einstricken der Triebe: die Reben wachsen jetzt in alle mögliche Richtungen, wir müssen ihnen zeigen, wo es lang geht, damit die späteren Arbeiten, besonders die Ernte, einfacher werden.
Laubschneiden: hier werden die zu hoch gewachsenen Triebe mit einer größeren Heckenschere abgeschnitten.
Der Weingarten ist auch ein Biotop. Nicht nur die Reben wachsen dort, sondern er bietet auch Lebensraum für sehr viele Pflanzen und Tiere. Neben den Laubarbeiten müssen wir dieses Biotop auch etwas regulieren, z.B.: mähen, mulchen, den Boden aufbrechen oder stockräumen (den Bewuchs unter den Stöcken regulieren). Wo, wann und was gemacht wird ist bei jedem Weingarten anders. Wenn Sie das nächste Mal in einem Weinbaugebiet sind, schauen Sie doch mal die unzähligen Varianten der Bodenbewirtschaftung der Weingärten an.